Die größeren systemischen Vertreibungen der Juden fanden vor ~2000 bis ~1000 Jahren hauptsächlich durch die Römer statt, und sind damit für die heutige Zeit nicht wirklich relevant und auch nicht direkt den Palästinensern zuzuschreiben. Spätestens seit der aus der Schlacht von Mardsch Dabiq 1516 resultierenden Übernahme des Gebietes durch das osmanische Reich haben zudem alle wieder relativ friedlich zusammenleben können, und das funktionierte so auch für mindestens 400 Jahre, natürlich nur so lange bis die Europäer (im Speziellen Franzosen und hauptsächlich Briten) diesen Fortschritt wieder zunichte machten.
Chefs (ich vermute du meinst al-Husseini) und die allgemeine palästinensische Unterstützung für die Axenmächte war demnach eine erst einmal verständliche, wenn auch nicht völlig zu rechtfertigende opportunistische Folge im Widerstand gegen britische Kolonialherrschaft. Damit die Vertreibung der Palästinenser auch nur im Ansatz zu begründen ist sehr gewagt. Nach der Logik hätten die Palästinenser jetzt auch jedes Recht dazu, sich Teile Großbritanniens einzuverleiben.
Mir geht es wie gesagt um die für diesen Konflikt relevanten letzten ~100 Jahre, da muss man nichts bis zum heute irrelevanten Jerusalemer Tempel zurückspielen.
Wenn man jedes kleinste historische Ereignis bis in die Antike analysieren möchte mag es viel komplizierter wirken, für den heutigen Konflikt ist es das aber in Wirklichkeit nicht.
Die Verhinderung der Rettung von 5000 jüdischen Kindern und 80000 weiteren Jüd*innen aus Rumänien vor den Vernichtungslagern und die Aufstellung einer muslimischen SS-Division sind vollkommen verständliche antikoloniale Maßnahmen? Ich hoffe du hast einfach nur nicht den blassesten Schimmer wovon du redest.
Und ja, mir ist sehr klar dass du dich nur für die Zeit interessierst in der die Jüd*innen in die Lage gekommen sind sich zu wehren.
Ich glaube wir drehen uns im Kreis und ich breche an dieser Stelle ab.
Die Verhinderung der Rettung von 5000 jüdischen Kindern und 80000 weiteren Jüd*innen aus Rumänien vor den Vernichtungslagern und die Aufstellung einer muslimischen SS-Division sind vollkommen verständliche antikoloniale Maßnahmen?
Davon rede ich doch gar nicht. Mir ging es erst mal um das opportunistische Verbünden mit den Achsenmächten an sich. Natürlich war er am Ende des Tages immer noch ein antisemitischer Vollidiot und seine spätere Rolle war nicht zu rechtfertigen, wie ich ja auch geschrieben habe (zugegeben, ich hätte diesen Punkt etwas deutlicher formulieren sollen).
Und ja, mir ist sehr klar dass du dich nur für die Zeit interessierst in der die Jüd*innen in die Lage gekommen sind sich zu wehren.
Ist doch auch logisch, dass ich mich für diese Zeit interessiere, da dies der relevante Zeitraum für den Konflikt mit den Palästinensern ist. Dass Juden in anderen Regionen der Welt unterdrückt wurden bestreite ich ja gar nicht und sich dagegen zu wehren ist ja auch absolut verständlich, aber das trifft eben nicht auf Palästinenser zu, die zu der Zeit seit Jahrhunderten kein wirkliches Problem mit den dort seit jeher lebenden und zugezogenen nicht-zionistischen Juden hatten. Wenn aber diese durch die Alijas immer mehr werdenden zugezogenen Menschen die lokale Bevölkerung im zionistischen Interesse eines exklusiv jüdischen Gebietes aus den Dörfern vertreiben und damit dieses Zusammenleben zunichte machen, ist es wenig verwunderlich, dass sie auf diese nicht gerade positiv zu sprechen sind. Für diesen historischen Kontext, der so ziemlich den Ursprung des aktuellen Konflikts darstellt, brauchen wir keinen wirklich größeren Zeitrahmen.
Die beiden Punkte wollte ich noch kurz klarstellen, dann können wir das Thema hier gerne auch wie gewünscht begraben.
Die größeren systemischen Vertreibungen der Juden fanden vor ~2000 bis ~1000 Jahren hauptsächlich durch die Römer statt, und sind damit für die heutige Zeit nicht wirklich relevant und auch nicht direkt den Palästinensern zuzuschreiben. Spätestens seit der aus der Schlacht von Mardsch Dabiq 1516 resultierenden Übernahme des Gebietes durch das osmanische Reich haben zudem alle wieder relativ friedlich zusammenleben können, und das funktionierte so auch für mindestens 400 Jahre, natürlich nur so lange bis die Europäer (im Speziellen Franzosen und hauptsächlich Briten) diesen Fortschritt wieder zunichte machten.
Chefs (ich vermute du meinst al-Husseini) und die allgemeine palästinensische Unterstützung für die Axenmächte war demnach eine erst einmal verständliche, wenn auch nicht völlig zu rechtfertigende opportunistische Folge im Widerstand gegen britische Kolonialherrschaft. Damit die Vertreibung der Palästinenser auch nur im Ansatz zu begründen ist sehr gewagt. Nach der Logik hätten die Palästinenser jetzt auch jedes Recht dazu, sich Teile Großbritanniens einzuverleiben.
Mir geht es wie gesagt um die für diesen Konflikt relevanten letzten ~100 Jahre, da muss man nichts bis zum heute irrelevanten Jerusalemer Tempel zurückspielen.
Wenn man jedes kleinste historische Ereignis bis in die Antike analysieren möchte mag es viel komplizierter wirken, für den heutigen Konflikt ist es das aber in Wirklichkeit nicht.
Bitte was?
Die Verhinderung der Rettung von 5000 jüdischen Kindern und 80000 weiteren Jüd*innen aus Rumänien vor den Vernichtungslagern und die Aufstellung einer muslimischen SS-Division sind vollkommen verständliche antikoloniale Maßnahmen? Ich hoffe du hast einfach nur nicht den blassesten Schimmer wovon du redest.
Und ja, mir ist sehr klar dass du dich nur für die Zeit interessierst in der die Jüd*innen in die Lage gekommen sind sich zu wehren.
Ich glaube wir drehen uns im Kreis und ich breche an dieser Stelle ab.
Davon rede ich doch gar nicht. Mir ging es erst mal um das opportunistische Verbünden mit den Achsenmächten an sich. Natürlich war er am Ende des Tages immer noch ein antisemitischer Vollidiot und seine spätere Rolle war nicht zu rechtfertigen, wie ich ja auch geschrieben habe (zugegeben, ich hätte diesen Punkt etwas deutlicher formulieren sollen).
Ist doch auch logisch, dass ich mich für diese Zeit interessiere, da dies der relevante Zeitraum für den Konflikt mit den Palästinensern ist. Dass Juden in anderen Regionen der Welt unterdrückt wurden bestreite ich ja gar nicht und sich dagegen zu wehren ist ja auch absolut verständlich, aber das trifft eben nicht auf Palästinenser zu, die zu der Zeit seit Jahrhunderten kein wirkliches Problem mit den dort seit jeher lebenden und zugezogenen nicht-zionistischen Juden hatten. Wenn aber diese durch die Alijas immer mehr werdenden zugezogenen Menschen die lokale Bevölkerung im zionistischen Interesse eines exklusiv jüdischen Gebietes aus den Dörfern vertreiben und damit dieses Zusammenleben zunichte machen, ist es wenig verwunderlich, dass sie auf diese nicht gerade positiv zu sprechen sind. Für diesen historischen Kontext, der so ziemlich den Ursprung des aktuellen Konflikts darstellt, brauchen wir keinen wirklich größeren Zeitrahmen.
Die beiden Punkte wollte ich noch kurz klarstellen, dann können wir das Thema hier gerne auch wie gewünscht begraben.