Sie schaffen Nähe, geben sich spielerisch ironisch, kommentieren lustig, verstärken Emotionen: Mehr als zehn Milliarden Emojis werden täglich verschickt. Doch ein Blick hinter die Bilder lohnt sich: Versteckt sich da womöglich eine Ideologie?
Bemerkenswert ist allerdings, dass auch der Staat in der Emoji-Welt gar nicht stattfindet.
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“Die auffälligste Leerstelle ist die Abwesenheit von Politik, jenseits der Ebene von kommunaler Einrichtung. Es gibt Schulen, es gibt Polizei, es gibt Gerichte, aber es gibt kein Parlament, es gibt kein Staatsoberhaupt. Wenn man ‘Staat’ eingibt, dann kommt die amerikanische Flagge.”
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“Die Emoji-Welt ist der perfekte Nachtwächterstaat, wie ihn die kalifornische Ideologie sich erträumt, also von Ayn Rand bis Peter Thiel. Ein Staat findet nicht statt. Und da treffen sich die kalifornischen Hippies mit ihren anarcho-libertären, auf Gemeinschaften ausgerichteten Gedanken mit den Tech-Bros aus dem Silicon Valley, die auch den Staat möglichst abschaffen wollen und vor allem den Einfluss des Staates auf die Wirtschaft minimieren.”
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