Normalerweise sollte man auf das Wählen aus Protest nicht zurückgreifen und sich von politischen Spielen lieber fernhalten, wenigstens aus Gründen der Hygiene. Wir haben es heute jedoch mit einer ungesunden Situation zu tun, wo eine vom Feind der Zivilisation gegründete Partei Propaganda, Spionage und Sabotage betreibt, um das Gefüge der verfassungskonformen Ordnung zu zerstören.
Um dieser dubiösen Kraft entgegenzuwirken, ist es angemessen, bestimmte Kompromisse einzugehen. Gewiss wäre es normalerweise nicht notwendig, Konzepte zu akzeptieren, mit welchen man nicht gänzlich einverstanden ist. Keine der vorhandenen politischen Parteien ist bereit, jeden individuellen Wunsch zu erfüllen. Sobald man das Programm einer Partei untersucht, findet man irgendwelche unannehmbaren Einzelheiten.
Man muss also seine eigene Anforderungsliste - zu seiner eigenen Orientierung - erstellen, und die politische Landschaft peinlich genau untersuchen. Wenn man seine Stimme aus Protest abgibt, dann lieber zugunsten einer Partei, die nicht nur ein mehr oder weniger akzeptables Programm hat, sondern in Vergangenheit so wenig wie möglich geschadet und gelogen hat, einer Partei, zu deren Grundwerten weder Opportunismus noch Ignoranz, Lobbyismus, Stagnation und Rückschritt gehören.
Es wäre also grundlegend falsch, eine “etablierte” Partei wie CDU/CSU zu wählen, um die AfD daran zu hindern, Macht zu ergreifen. Die Grünen wären zu bevorzugen, falls es keine Möglichkeit bestehen würde, Piratenpartei zu wählen.
Was den Verzicht auf einen Ausflug zum Wahllokal betrifft, ist er unter den gegebenen Umständen als schädlich zu bewerten.

