Es ist bemerkenswert, dass sämtliche Epsteins Mittäter in allem Ernst glauben, sie haben nichts verabscheuungswürdiges getan. Jeder Mann und jede Frau habe gerne mitgemacht, wenn sie es nur könnten.

Die Tatsache ist aber, dass es ausgerechnet diese Mittäter sind, die zu den Mittätern geworden sind. Unter den Milliarden von Menschen sind die Reichen und Machthabenden die niederträchtigsten. Es ist halt so, dass es die schlechtesten sind, die diesen Weg beschreiten.

Schließlich verzichtet man darauf, Verbrechen zu begehen, nicht weil man es sich nicht leisten kann, sondern grundsätzlich weil man eben kein Verbrecher ist.

So sind auch Macht und Reichtum keine Sachen für jedermann - und zwar nicht weil der Jedermann es sich nicht leisten könnte, sondern weil er nicht der verabscheuungswürdigste und niederträchtigste unter allen Menschen ist. Es geht darum, dass der persönliche Fortschritt im Bereich “Macht und Reichtum” eine bestimmte, seltene Wesensart (d. h. eine Pathologie) erfordert, die weit davon entfernt ist, mit dem gesunden Menschenverstand, dem Gefühl für Ästhetik und den Werten der Zivilisation übereinzustimmen. Derjenige, der eine Karriere in diesem Bereich macht, ist definitiv ein Taugenichts - eine Person, die zu keiner vernünftigen Tätigkeit fähig ist.